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Interpret:
Sade
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| Biographie
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Sade, Synonym für Klänge, die irgendwo zwischen Film Noir, Bar-Jazz, sanftem Latin-Sound und Soul liegen, unterstrichen von einer Stimme, die nicht mit Ausdruck prahlt, sondern eher den Minimalismus zum Standard erhebt.
Gegründet wurde die Band, die sich nach der Leadsängerin Sade (bürgerlicher Name: Helen Folasade Adu) nennt, 1982. Davor besucht Sade eine Modeschule in London, jobbt als Model und singt nebenbei in einer Funkformation mit dem Namen "Pride" im Background. Zusammen mit dem Saxophonisten Stuart Matthewman verabschiedet sie sich alsbald von der Band, um eigenständig Musik zu machen. Der New Musical Express bezeichnet diese sarkastisch als " Duran Duran für bürgerliche Rockjournalisten mit gehobenem Schulabschluss".
Diese schon fast soziologische Studie wird jedoch mit dem Erscheinen des Debuts 1984 komplett über den Haufen geworfen. Im Verbund mit Paul Spencer Denman (Bass) und Andrew Hale (Keyboard) spielen Sade und Matthew "Diamond Life" ein, welches das Leben für die Band in diesem wörtlichen Sinne verändern sollte.
Stichwort Band: bei Sade handelt es sich nicht um ein Soloprojekt der Sängerin, obwohl man dies auf Grund der Berichterstattung in den Medien so sehen könnte, nein, Sade spielen seit der ersten Veröffentlichung in ein und derselben Formation, was den Bandcharakter unterstreicht.
Die Mischung macht's. Der Spiegel charakterisiert Sades Repertoir treffend als "Barmusik mit Niveau, schwarz, aber nicht zu inbrünstig, Soul, aber nicht zu heiß, Latin, aber nicht zu hektisch", und dies sehen über sieben Millionen Menschen wohl genauso, denn so oft geht "Diamond Life" über die Ladentheke und macht aus den Londoner Hipsters gefeierte Stars. Solcherlei Leistung muss geehrt werden denkt sich die Grammy Jury und verleiht der Sängerin 1985 den Preis für die "beste neue Künstlerin".
Das Folge-Album "Promise" verkauft sich ebenso blendend aber der Journaille - vor allem wieder einmal der britischen - ist der Sound zu altbacken. Die oft so kühl wirkende Sade treibt dies auf die Palme und frustriert durch Negativ-Berichterstattungen zieht sich Sade erst ein mal aus dem Rampenlicht zurück. Nach vierjähriger Pause, während der sie den spanischen Filmproduzenten Carlos Scola heiratet, meldet sich die Band mit "Stronger Than Pride" zurück. Trotz der langen Pause sind sie immer noch angesagt, auch wenn das den Nörglern der Presse nicht gefällt.
Bis zum Erscheinen von "Love Deluxe" macht Sängerin Adu schwere Zeiten mit. Zuerst lässt sie sich von Scola scheiden und dann stirbt auch noch ein enger Freund an den Folgen der Immunschwäche Aids. Diese Negativerfahrungen wirken sich auf "Love Deluxe" aus. Verlorene Liebe und enttäuschte Erwartungen sind das Thema dieser Platte, die aber, wie gehabt, zum Kassenschlager avanciert. Mit der '94er "Best Of"-Zusammenstellung erscheint das letzte Sade-Album im alten Jahrtausend. Danach ist erst einmal Funkstille. Ganze sechs Jahre lassen sich die Herrschaften Zeit, bis wieder ein Lebenszeichen veröffentlicht wird.
2000 macht Sade durch ihr Bekenntnis von sich reden, dass sie gutem Gras nicht abgeneigt ist und nur während ihrer Schwangerschaft aufs Kiffen verzichtete, da der sanfte Rausch sehr zuträglich für das kreative Arbeiten im Bandkontext sei. Nun denn, wenn sie das sagt, wird es wohl auch so sein. Ende des Jahres erscheint mit "Lovers Rock" ein Album, das sowohl von Kritikern als auch Fans begeistert aufgenommen wird. Das deutet darauf hin, dass mit einem Ende der Erfolgsgeschichte noch nicht zu rechnen ist.
2002 Lovers Live 2000 Lovers Rock 1994 The Best Of Sade 1992 Love Deluxe 1988 Stronger Than Pride 1985 Promise 1984 Diamond Life
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Eingetragen |
17.Jul.2002 11:07:38 |
Letzer Aufruf |
19.Feb.2004 21:02:13 |
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430 |
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