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Interpret:
Pat Metheny
Biographie
Patrick Bruce Metheny, geboren am 12. August 1954 in Lee's Summit in Missouri, ist wohl der bekannteste zeitgenössische Jazzgitarrist. Durch sein Spiel trägt er in den letzten 30 Jahren wesentlich dazu bei, die Gitarre als vollwertiges Soloinstrument neben den Blasinstrumenten und dem Klavier zu etablieren. Außerdem kreiert er ab Mitte der 70er Jahre einen eigenen weichen Sound. Dieser entsteht durch eine Mischung aus einem warmen, Akustikgitarrenklang, bearbeitet mit verschiedenen Delays, die unterschiedliche Verstärker und Boxen übertragen. Der komplexe Klang steht damit in starkem Kontrast zu dem klaren Gitarrensound vergangenen Zeiten oder den aggressiven Klängen, die John McLaughlin in den 70er Jahren im Jazzrock spielte.

In Pat Methenys früher Kindheit kommt er bereits ständig in Kontakt mit Musik, da seine Eltern viel Klassik und Big Band-Musik hören. Im Grundschulalter beginnt er mit dem Trompetespielen. Im Alter von acht Jahren ist er schon in der Lage selber Musik zu notieren und natürlich auch zu spielen. Als er etwas älter ist, fängt er an Rock und Beat zu hören, was seine Liebe zur Gitarre begründet. Er beginnt sie spielen zu lernen. Mit zwölf Jahren gründet er seine erste Band: The Beat Bombs. Er beginnt zu dieser Zeit sich auch mit Jazz zu beschäftigen. Die Musik von Miles Davis, Ornette Coleman, John Coltrane begeistert ihn. Die Platten bekommt Pat von seinem älteren Bruder, der selber Trompete spielt. Mit ihm geht Pat auch zu Jam Sessions.

1968 hört er bei dem Kansas City Jazz Festival Wes Montgomery. Dieser Auftritt fasziniert ihn so sehr, dass er beschließt sich ganz der Jazzgitarre zu widmen. In den Ferien übt er zwölf Stunden täglich und studiert die Stile von Grant Green, Jim Raney, Kenny Burrel, Jim Hall und natürlich Wes Montgomery. Im Sommer des selben Jahres gewinnt er ein Stipendium für das "Magazin National Stage Band Camp" an der Millikin Universität. Metheny lernt sehr schnell. Im September 1969, also mit 15 Jahren, steht er mit dem New Sound Trio zum ersten Mal auf der Bühne und spielt Jazz von Wes Montgomery und Sonny Rollins. In der Folgezeit spielt er für verschiedene Bands, Sänger und Musicals. Er schreibt Jingles und tritt in TV-Shows auf. Musiker, die für einen Gig in Kansas City Station machen, trifft er auf Sessions. Mit 16 Jahren steht er bei so einer Gelegenheit mit Herbie Hancock auf der Bühne.

Bis zu seinem Schulabschluss 1972 weitet Pat Metheny seine musikalischen Aktivitäten aus. Die Folge sind Angebote von drei verschiedenen Musikhochschulen für einen Studienplatz. Obwohl er am liebsten auf das Berklee College in Boston gehen möchte, beginnt er das Studium in Miami. Sein Vater möchte nämlich, dass sein Sohn ein Wirtschaftsstudium beginnt. Auf der Universität in Florida ist ein Doppelstudium möglich.

Zu dieser Zeit beginnen noch einige andere spätere Größen ihr Musikstudium in Miami. Darunter sind Will Lee, Jaco Pastorius, Steve Morse, Hiriam Bullock, Andy West, Rod Morgenstein, Michael Walden und Mark Colby. Metheny studiert wenig, spielt aber viel. Bereits ein Jahr später ist er nicht mehr Student, sonder Lehrer an der Uni und unterrichtet E-Gitarre. Ein paar Monate später spielt er mit Gary Burton zusammen beim Wichita Festival. Mit ihm unterrichtet er dann auch zusammen bei dem "National Stage Band Camp". 1974 wird Metheny auf Grund der Empfehlung von Burton Lehrer am Berklee College. Er steigt dann auch fest in der Band von Burton ein. Dort gibt es einen Konkurrenzkampf zwischen dem anderen Gitarristen Mick Goodrick und Metheny. Pat muss zunächst hinten anstehen.

1975 gründet Pat Metheny mit Jaco Pastorius und Bob Moses sein erstes eigenes Trio. Nachdem Metheny auf dem Burton-Album "Dreams So Real" mitwirkt, spielt er mit seiner Band das erste Album ein: "Bright Size Life". In dieser Zeit lernt er auch den Pianisten Lyle Mays kennen, mit dem er bis heute zusammen in der Pat Metheny Group spielt. Die beiden stehen im Mai 1976 zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. Mit dabei sind Steve Swallow (b)und Danny Gottlieb (dr). Metheny verlässt die Gruppe von Gary Burton und gründet seine zweite eigene Band: Mit dabei sind Lyle Mays (p), Mike Richmond (b), Eliot Zigmund (dr). Sie nehmen Pats zweite Platte "Watercolors" in Norwegen auf. Nach diesem Album stellt Metheny die Pat Metheny Group zusammen, mit dabei sind Lyle Mays (p), Danny Gottlieb (d) und Mark Egan (b). Ihre Musik arbeitet mit breiten Sounds, Stimmungen in denen man sich treiben lassen kann und verschiedenen Stilen, die getragenen Rock und Jazz miteinander verbinden. 1978 erscheint die erste Platte der Band. Nach finanziell zu Beginn schwierigen Zeiten ist ein wichtiger Schritt der Eröffnungsauftritt bei dem "Milestone Jazz-All Stars"-Festival.

Die nächste Platte von Metheny "New Chautauqua" (1979) verkauft sich schon wesentlich besser und wird vom Record World Magazin zur Platte des Jahres gewählt. Noch im gleichen Jahr erscheint die nächste Fusion-Scheibe der PMG. "American Garage" ist der Durchbruch für die Band. Sie erreicht Platz Eins der Billboard Jazz Charts. Die Platte und Pat Metheny werden für den New York Jazz Award vorgeschlagen. In den nächsten Jahren entwickelt sich Metheny zu einem der erfolgreichsten Jazzmusiker. Er und seine Band gewinnen über die Jahre eine Unmenge an Preisen. Darunter sind für Pat Metheny 14 Grammys und für die PMG 7 Grammys. Weiterhin spielt er im Laufe der Zeit mit einer großen Anzahl von absoluten Topleuten zusammen. Darunter sind Sonny Rollins, James Taylor, Jim Hall, Heath Brothers, Charlie Haden, Billy Higgins, David Bowie, Ornette Coleman, Toninho Horta, Milton Nascimento, Robertinho Silva, Ricardo Silveira, Jack DeJohnette, Carlos Santana, Michael Brecker und seinem Bruder Mike, usw.

Neben der PMG, die doch recht gut zu verdauende Klänge bietet und einigen anderen Projekten die Post-Bop, Rock, Country, Folk und Latin enthalten, macht er zwischen durch auch immer wieder freie Improvisationen. So spielt er zum Beispiel 1985 auf "Song X" mit Ornette Coleman Free Jazz und auch auf "Zero Tolerance for Silence" von 1992 ist die Harmonielehre nicht von Belang. Stattdessen sind Rückkopplungseffekte viel wichtiger. Mit seinem Trio, am Bass Larry Grenadier und am Schlagzeug Bill Stewart, bietet er Ende der 90er und zu Beginn des neuen Jahrtausends klassischen Jazz.

Anfang des Jahres 2002 kommt die neue Platte "Speaking of Now" der PMG mit mal wieder neuer Besetzung heraus. Neben Metheny und Mays sind Steve Rodby (b), Richard Bona (perc) Cuong Vu (tr, voc)und Antonio Sanchez (dr) dabei. Sie bietet wieder die gewohnt getragene Atmosphäre. Im Frühjahr 2002 ist die Band auch in Deutschland auf Tournee.

2002 Speaking of Now
2001 Parallel Universe
2001 Move to the Groove
2000 Trio Live
2000 Trio 99>00
1999 A Map of the World
1998 Passaggio Per Il Paradiso
1997 Imaginary Day
1996 Quartet
1996 The Sign of 4
Eingetragen
17.Jul.2002 11:07:38
Letzer Aufruf
24.Dec.2003 04:12:01
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