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Interpret:
Natalie Merchant
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Lieder über De Chirico, Jack Kerouac oder Verdi. Konzerte und Aktionen für Tierrechte, Obdachlose oder gegen Gewalt in der Familie. Kein Zweifel: Natalie Merchant ist eine engagierte Frau. Und seit den 80er Jahren gemeinsam mit Suzanne Vega die talentierteste US-amerikanische Songwriterin.
1963 in Jamestown, New York geboren, gründet sie 1981 mit Robert Buck (Gitarre), Dennis Drew (Keyboards), Steven Gustafson (Bass)und Jerome Augustyniak (Schlagzeug) die Folk-Rock Band 10.000 Maniacs. Während Merchant erst siebzehn ist und noch zur Schule geht, sind die anderen Mitglieder schon berufstätig. Alle gehören jedoch der lokalen Kunstszene an; intellektuell angehauchte Lyrics und eine Bandbreite aus musikalischen Stilen von Calypso über Cabaret bis hin zu New Wave sind die Grundlagen der Tätigkeit der Band, eine Mischung, die zu ihrem Markenzeichen wird.
Mit dem selbstaufgenommenen Debut "Human Conflict Number Five" fahren sie in einem gebrauchten Schulbus im Herbst 1982 in Richtung Athens, Georgia los, wo mit R.E.M., B 52s und später Indigo Girls eine blühende Folk-Rock-Szene entsteht. Die 'Tour' bringt zwar weder Geld noch Anerkennung, es kommt aber genügend neues Material zusammen, um 1983 "Secret Of The I Ching" aufzunehmen. Extensives Touren in den Staaten sowie in England steigert ihren Bekanntheitsgrad, das 85er "The Wishing Chair" erscheint bei einem Major-Label.
Der Erfolg kommt schließlich 1987 mit "In My Tribe" und setzt sich mit "Blind Man's Zoo" (1989) fort. 10.000 Maniacs treten als eine der ersten Bands bei "MTV Unplugged" auf und fördern somit das Album "Our Time In Eden" (1992). Obwohl es ihr bis dahin erfolgreichstes ist, beschließt Merchant, die Band zugunsten einer Solokarriere zu verlassen. Der letzte gemeinsame Auftritt ist ein zweites "MTV Unplugged", das 1993 auch als Tonträger auf den Markt kommt. Eine Coverversion von Bruce Springsteens "Because The Night" wird zu ihrem bekanntesten Lied und stellt den kommerziellen Höhepunkt in der Geschichte der Gruppe dar. Zwar bestehen sie mit der neuen Sängerin Mary Ramsey weiter fort, jedoch können die Alben "Love Among The Ruins" (1997) und "The Earth Pressed Flat" (1999) nicht an vergangene Erfolge anknüpfen.
Ganz anders bei Natalie Merchant. Ihr Solodebüt "Tigerlily" und der Nachfolger "Ophelia" (1997) festigen ihre Popularität und ihren Ruf als einfühlsame Singer/Songwriterin mit kritischem Blick für gesellschaftliche Probleme. Auch musikalisch bleibt sie der Bandbreite von 10.000 Maniacs treu, mit Schwerpunkt auf eher ruhige, andächtige Lieder.
Nach "Live In Concert" (1999) erscheint im November 2001 "Motherland", nach eigenen Angaben ihr bislang persönlichstes Album. Für 2002 ist eine ganzjährige Tour geplant.
2001 Motherland 1999 Live In Concert 1997 Ophelia 1995 Tigerlily
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Eingetragen |
17.Jul.2002 11:07:38 |
Letzer Aufruf |
08.Jun.2004 09:06:29 |
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