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Interpret:
Elton John
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| Biographie
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Es war einmal ein kleiner Mann mit Hut. Und Brille und Platteauschuhen und Federboas und anderm Krimskrams. Derart unansehnliche Rockstars sind ja eher die Ausnahme, aber Reginald Kenneth Dwight machte aus der Not eine Tugend: Der kleine Mann litt zwar unter schweren Minderwertigkeitskomplexen, aber er gab sich die allergrößte Mühe, diese unter möglichst schrillem Outfit zu verbergen.
Seine musikalische Karriere hat er äußerst zielstrebig eingeleitet. Bereits mit elf Jahren besuchte er Seminare an der Royal Academy of Music, später spielte er in lokalen Bands. Frühe Arbeitgeber und Mentoren waren der Sänger John Baldry und der Saxophonist Elton Dean. Ihrem Einfluss zollte Reginald Kenneth Dwight Tribut indem er sich fortan Elton John nannte.
1967 stieß Elton John über eine Anzeige in einer Londoner Zeitung auf Texter Bernie Taupin. Das '69er Album "Empty Sky" war der Beginn einer langen und erfolgreichen Partnerschaft: "Er ist der Bruder, den ich nie hatte. Der beste Freund, den man sich vorstellen kann", so Elton John über Taupin, der seinerseits recht gut mit dem exzentrischen Musiker zurechtkam: "Mal ist er wie der Weihnachtsmann, dann der Teufel leibhaftig. Doch der Arbeit und unserer Freundschaft hat es nicht geschadet".
Seine größten Erfolge feierte Elton John in den Siebzigern. 1971 war er der erste Künstler seit den Beatles, der mit vier Titeln gleichzeitig in den amerikanischen Top Ten vertreten war. Mitte der Siebziger schrieb er gemeinsam mit John Lennon den Nr.1-Hit "Whatever Gets You Through the Night", doch auch seine eigenen Songs waren sehr erfolgreich in den Charts. "Your Song", "Rocket Man", "The Bitch Is Back", "Goodbye Yellow Brick Road", "Bennie and the Jets", "Candle In The Wind" und "Crocodile Rock" waren Hits dieser Jahre, die heute noch fast jeder (er-)kennt. Gemeinsam mit Taupin schrieb Elton John 23 Top 40 Hits, fünfzehn Top 10 Singles und fünf Nr.1-Hits.
1978 endete die Zusammmenarbeit der beiden erst einmal und Elton John's Stern begann etwas blasser zu werden. 1983 hatte er mit "I'm Still Standing" noch einen großen Erfolg, seitdem macht er eher mit sozialen Engagement für eine AIDS-Stiftung und einen herunter gekommenen Fußballclub von sich reden. Nach wie vor hat er allerdings ein Händchen für Songs die an's Herz gehen. Das beweisen seine jüngsten Erfolge im Bereich der Filmmusik und sein Lied für Prinzessin Diana.
Extra für sie hat er seinen Evergreen "Candle In The Wind", den er ursprünglich Marilyn Monroes Gedenken wegen schrieb, umgetextet. Was sich bereits einst aus sentimentalem Anlass gut verkaufte, knackt jetzt Bing Crosby´s "White Christmas" Weltrekord in verkauften Singles um 1,8 Mio. Den erhofften Verkaufserlös der Single von ca. 70 Millionen Mark will er den von ihr unterstützten karitativen Einrichtungen zur Verfügung stellen. Sich bei der Trauerfeier im Text zu vertun, sei seine größte Sorge gewesen. Deshalb rollte er hinter der großen Brille auch so schön mit den Augen. Nicht vor Trauer, sondern weil über ihm der Teleprompter hing.
Statt eines Hutes trägt er mittlerweile lieber Toupet - ohne sich noch darunter zu verstecken. Seit Anfang der 90er bekennt er sich so offen zu seiner Homosexualität, wie kaum ein anderer großer Star. Zuletzt legte er sich sogar mit Kardinal Thomas Winning, Oberhaupt der katholischen Kirche in Schottland an, nachdem der behauptet hatte, schwuler Sex befriedige die Bedürfnisse der Seele nicht. "Wie kann er das wissen", wundert sich Elton: "Als Schwuler kann ich ehrlich sagen, dass die tiefsten Sehnsüchte meines Herzens befriedigt werden". Kleiner Mann, ganz groß!
2001 Songs From The West Coast 2000 One Night Only (live) 2000 The Road To El Dorado (OST) 1999 Aida 1997 The Big Picture 1996 Love Songs 1995 Made In England 1993 Duets 1992 The One 1991 Bernie Taupin
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Eingetragen |
17.Jul.2002 11:07:38 |
Letzer Aufruf |
23.May.2004 20:05:08 |
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