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Interpret:
Emil Bulls
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| Biographie
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Mit der Schublade NuMetal können die Emil Bulls wenig anfangen. Wen wundert's. Schließlich sind Schubladen bei Musikern kaum beliebt. Sie fühlen sich dadurch in ihrer künstlerischen Freiheit eingeengt. Gerade dann, wenn sie einen Sound kreieren, der einem bunten Potpourri gleicht. Die Bulls bahnen sich ihren Weg irgendwo zwischen den Deftones, A-ha, ein bisschen Stonerrock und Hip Hop.
Groove-Core, Skate-Core oder sogar Funk-Score. Wie dem auch sei: Rohe Gitarrenwände, tiefe Bässe, Turntables, Elektro-Samples, Metal-Geschrei, Pop-Hooks und groovige Beats mit eigener Handschrift zusammen geführt, professionell und eingängig ausgeführt und in einer ohrenbetäubenden Live-Show präsentiert. Nicht umsonst wird das Major-Debut "Angel Delivery Service" der Münchner Combo als eine der vielversprechensten deutschen NuMetal-Scheiben gelobt.
1995 gründen die Klosterschüler Christoph von Freydorf (Gesang) und Stefan Grinauer (Drums) die Band im bayerischen Hohenschäftlarn nahe München. Kirchenchorknabe Jamie Richardson greift jetzt lieber in die Basssaiten, die beiden Gitarristen Stephan Karl und Franz Wickenhäuser (1999 durch Christian Schneider ersetzt) stoßen hinzu. Schon einige Monate später hat sich die Band im lokalen Umkreis eine recht große Fanbase erspielt. 1996 erscheint die erste, in Eigenregie eingespielte Scheibe.
Größere Aufmerksamkeit erregen die Emil Bulls, deren Name sich in der offiziellen Version von einem Kinderfilm ableitet, zum ersten Mal beim europäischen Nachwuchswettbewerb Emergenza, den sie in London mit dem dritten Rang beenden. Um auch die im Studio verwendeten Samples live wiedergeben zu können, verpflichtet man für den Contest kurzerhand Turntable-Spezialist Paul Rzyttka, der der Band dann dauerhaft erhalten bleibt.
Mit dem Gewinn eines weiteren Wettbewerbs (Rock Feierwerk Contests, München) im selben Jahr beginnt eine jahrelange intensive Auftrittsphase, die die Bulls auf große und kleine Bühnen in In- und Ausland führt. 1998 wird die Band u.a. auf der VISIONS-Sessionbühne bejubelt. Am Ende steht das in München und New York entstandene Album "Monogamy", das in alternativen Kreisen und Medien großen Anklang findet. Plötzlich stehen die Majors vor den Toren Münchens Schlange.
Im August 2000 nimmt die renommierte Münchner Booking-Agentur Target die Bulls unter Vertrag. Unter den Fittichen von Mercury Records wird "Monogamy" in Köln, Belgien (Galaxy-Studios) und Schweden (unter Regie der Refused-Produzenten Pelle Henricsson und Eskil Lovstrom) noch einmal überarbeitet, mit vier neuen Tracks sowie einem Duett mit Such A Surge-Sänger Olli angereichert und im Juni 2001 unter dem Namen "Angel Delivery Service" veröffentlicht. Das Album erregt einiges Aufsehen, vom Publikum bis zur Fachpresse staunt man über den professionellen Umgang des an US-Combos erinnernden Stilmix.
Im Herbst touren die Bajuwaren ausgiebig den deutschsprachigen Raum. Außerdem entscheiden sie sich, den alten A-ha-Klassiker "Take On Me", längst ein Bulls-Live-Hammer, auch als Single heraus zu bringen. Parallel dazu erscheint auch das Album in neuer Auflage, das die A-ha-Nummer samt Video beinhaltet sowie auch die Clips zu "Smells Like Rock'n'Roll" und "Leaving You With This". Nach einer Weihnachtspause steht für die Bulls von Januar bis März 2002 die Fortsetzung der "Angels Delivery"-Mammuttour an.
2001 Angel Delivery Service 2000 Monogamy (Indieproduktion) 1996 Red Dick's Potatoe Garden (Eigenproduktion)
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Eingetragen |
17.Jul.2002 11:07:38 |
Letzer Aufruf |
10.Jun.2004 00:06:46 |
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