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Interpret:
Manu Chao
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| Biographie
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1961 in Paris als Sohn spanischer Eltern geboren, lernte Manu Chao bereits früh, was es heißt zwischen den Kulturen zu leben. Sein Vater, zunächst selbst als Musiker aktiv, war vor dem faschistischen Franco-Regime geflohen und machte sich in seiner Heimat bald als einer der wenigen Franco-kritischen Jounalisten einen Namen.
Manu Chao selbst wurde zunächst als Leadsänger von Mano Negra bekannt, einer innovativen, vor allem aber ungeheuer energetischen französischen Combo. Mano Negra, 1988 von Manu Chao und seinem Bruder Antoine gegründet, hatten sich auf vier Alben mit einer Art World Punk mit afro-karibischen, lateinamerikanischen und mediterranen Rhythmen eine feste Fangemeinde erspielt.
Mittlerweile haben sich Mano Negra aufgelöst und so begab sich der kreative Kopf der Band zunächst auf eine längere Südamerikatour und sodann gleich ins Studio, um die Reiseimpressionen auf Platte zu bannen. Dabei heraus kam "Clandestino" (dt.: Flüchtling, Reisender ohne Pass), eine ausgesprochen schöne und eingängige Melange aus Mano Negra-Zitaten und spanisch-südamerikanischen Einflüssen, die klassische Rockgitarre mit mexikanischen Marriachibläsern in Einklang bringt und auch vor nahezu babylonischem Sprachgewirr nicht zurückschreckt.
Kein Wunder also, dass zunächst Spanier und Franzosen auf den furiosen Latino-Dub aufmerksam werden. Von dort gelangt die Kunde von Manu Chaos Solodebut zunächst in die Schweiz, schwappt dann nach und nach über die Grenze, um schließlich, mit einem knappen Jahr Verspätung, "Bongo Bong" auch noch in Deutschland zu einer Art Sommerhit zu machen.
2001 erscheint sein zweites Album in Deutschland: Reggae-Einflüsse und die südamerikanischen Stilrichtungen, dazu ein Schuss Nordafrika: Einer der 17 neuen Titel ist auf Französisch, einer auf Portugiesisch, einer auf Arabisch, zwei auf Englisch, neun auf Spanisch und einer auf Portuñol, einer Mischsprache aus Spanisch und Portugiesisch, wie sie von den Menschen, die in den Grenzgebieten leben, gesprochen wird. "Genau meine Welt!" sagt Manu Chao grinsend (zu Virgin).
Deutsch scheint nun nicht zu seinen großen Vorlieben zu gehören, doch um Proxima Estaciòn: Esperanza zu promoten, begibt sich Manu Chao im Sommer erstmals auf eine kleine Deutschland-Reise. Auf dem Southside-Festival und bei anderen Gelegenheiten bringt er eine amtliche Show auf die Bühne. Dabei sprüht seine locker zusammen gewürfelte Combo Radio Bemba über vor Spielfreude und Einfallsreichtum, und auch die alten Manu Negra (Rock-)fans kommen auf ihre Kosten.
2001 Proxima Estaciòn: Esperanza 1998 Clandestino
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Eingetragen |
17.Jul.2002 11:07:38 |
Letzer Aufruf |
19.Jun.2004 22:06:20 |
Besucher |
590 |
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