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Interpret:
Bathory
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| Biographie
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Bathory muss definitiv als Phänomen bezeichnet werden. Welcher Band gelingt es sonst noch, mit beinahe gar keiner Live-Präsenz, einem anfangs unvorstellbar miesem Sound und keiner erkennbaren Identität der Mitglieder, abgesehen von Quorthon, einen derartigen Kultstatus zu erreichen?
1983 fangen drei Jungfüchse in Schweden an, Musik zu machen und erstmals ein paar Songs zu covern. Da es damals üblich war, so evil (böse) wie möglich zu sein, gibt man sich seltsame Pseudonyme als Namen und brettert unter dem Titel Bathory so vor sich hin. Auf der "Scandinavian Metal Attack" Sampler kann man zwei Songs unterbringen und trifft damit wohl irgendeinen Nerv. Quorthon, der Chef, Sänger und Gitarrist entscheidet sich dafür, dass das Ganze wohl auch noch schneller geht und trennt sich von den anderen Nasen.
Der Chef von Tyfon Grammofon, der auf den schlichten Namen Boss hört, fragt Quorthon schließlich, ob dieser nicht 'ne ganze Scheibe aufnehmen will, da Fanpost auf die beiden Songs hin nicht abreißt. Also entschließt sich der Maestro, das selbstbetitelte Debut und den Nachfolger "The Return..." einfach komplett selber einzutrümmern und schafft damit mal schnell zwei inzwischen legendäre Alben, die so ziemlich den miesesten Sound seit der Erfindung des Vierspurrekorders haben. Erst auf "Under The Sign..." taucht ein ungenannter Drummer mit auf, für "Blood, Fire, Death" finden sich mit Kothaar am Bass und Vornth an den Drums, geeignete Mitstreiter, mit denen Quorthon in Schweden auch mal live auftritt.
Was auch gerne verschwiegen wird, ist dass Jonas Akerlund, Direktor von Videos wie "Smack My Bitch Up" von The Prodigy, "Turn The Page" von Metallica, oder "Ray Of Light" von Madonna, bei Bathory mal hinterm Drum Kit saß und böse geschaut hat.
Mit "Hammerheart" lösen sich Bathory erstmals vom Black und Death Metal und bringen Elemente in ihre Musik ein, die fortan als Viking Metal verschrien werden. Ob das nur an den nordisch, historischen Texten liegt oder auch an der Musik, muss jeder selbst entscheiden. Auch "Twilight Of The Gods" bietet viel ruhige Momente und kann sich produktionstechnisch schon beinahe hören lassen.
Mit den beiden "Jubileum" Alben wird die Zeit überbrückt, bis '94 "Requiem" erscheint und wieder etwas mehr zu den Wurzeln zurück geht. Auch "Octagon" ist noch deutlich härter als die '88er und '90er Scheiben, "Blood On Ice" klingt aber wieder nach dem frühen Stil der Band, was auch daran liegt, dass Überbleibsel aus dieser Zeit erneut verwendet werden. Von Bathory gibt es in der Zeit danach nur noch ein drittes "Jubileum"-Album, jedoch bringt Quorthon zwei Soloscheiben auf den Markt, eine schon 1994 und eine 1997.
Dann wird es lange Zeit eher ruhig um den Mann, der mit bürgerlichen Namen Gerüchten zufolge Pugh Rogefeldt heißen soll (was erklären könnte, warum er sich lieber nach einem Dämon benennt). Für 2001 ist mit langer Verzögerung endlich das nächste Studio Album angesagt, welches auf den Namen "Destroyer Of Worlds" hören wird.
1998 Jubileum Volume III 1996 Blood On Ice 1995 Octagon 1994 Requiem 1993 Jubileum Volume II 1992 Jubileum Volume I 1991 Twilight Of The Gods 1990 Hammerheart 1988 Blood, Fire, Death 1987 Under The Sign Of The Black Mark
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Eingetragen |
17.Jul.2002 11:07:38 |
Letzer Aufruf |
07.Oct.2004 18:10:23 |
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