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MP3 Klingeltöne für Dein Handy
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Interpret:
Reinhard Mey
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| Der Irrende Narr
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Dem Haus den Rücken zugewandt, die graue Mütze in der Hand, sein Blick zur Seite, halb zurück, ein Hund folgt knurrend ihm ein Stück. Er zögert, bleibt noch einmal stehn und wendet sich im Weitergehn zurück zu dem, was einmal war - der irrende Narr. Ein Weiser, seiner Welt entflohn, halb heilger, halb verlorner Sohn, spricht zu sich selbst inseinem Trott und plaudert mit dem lieben Gott, der irrende Narr.
Sein Blick, verwaschen wie sein Kleid, vom Wind, vom Regen, von der Zeit und von der Sonne ausgebleicht und so schwer, wie sein Brotkorb leicht. Die Schuh erbärmlich wie sein Rock, die Glieder wie sein Wanderstock und wie sein Sinn unbeugsam starr, - der irrende Narr.
Wars Antiochus im heilgen Land, der Fall von Flandern und Brabant, wars Zuidcote oder Stalingrad, das ihm die Seele zerbrochen hat.
Mit seinem Gestern zm Geleit, verliert er sich in Raum und Zeit, und wird sein Heut nicht mehr gewahr, - der irrende Narr.
So zieht er weiter für und für, so steht er draußen vor der Tür und bittet um ein wenig Brot. Er riecht nach Armut und bittrer Not. Du gibst ihm reichlich Brot und Wein, aber du bittest ihn nicht herein. Er dankt und lächelt sonderbar, - der irrende Narr.
Dem Haus den Rückenzugewandt, die graue Mütze in der Hand, sein Blick zur Seit, halb zurück, ein Hund folgt knurrend ihm ein Stück. Er zögert, bleibt noch einmal stehn und wendet sich im Weitergehn zurück zu dem, was einmal war - der irrende Narr.
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Eingetragen |
22.Oct.2001 16:10:53 |
Letzer Aufruf |
20.Oct.2003 20:10:10 |
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